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Das Buch

Watching the Boys Play. Frauen als Fußballfans

Worum gehts?

Kein Bundesliga-Benimmführer für Frauen, kein Verzeichnis der „erotischsten Spieler der Champions-League und ganz sicher keine Belehrungen über die Abseitsregel!

 

Inhalt

Zum pdf-Download der Kapitel auf die Links klicken, ihr wisst ja, wie das geht.

Vorab: Gegen Copy-and-paste ohne Quellennachweis in Artikeln, Hausarbeiten und Aufsätzen kann bzw. will ich nicht viel mehr tun als mich ärgern lasst es doch bitte einfach sein.


Eine kleine historische Spurensuche:
Fußball – Frauen – Geschichte
Wenn Frauen sich in Fußball verlieben: Weibliche Fußballsozialisation
Rollenspiele: Männer und Frauen beim Fußball
Nach Hause kommen: Fußball im Stadion
Ein Sport von Männern für Männer: Wie Fußball zur Männersache gemacht wird
Fußball, Geld und Frauen: Kommerzialisierung & Co.

In diesem Buch geht es nicht darum, Frauen irgendetwas über Fußball beizubringen. Wenn überhaupt, dann wären es allenfalls der Fußball und seine Macher, die ein paar Dinge über Frauen erfahren könnten. Es geht auch nicht darum, Frauen für Fußball zu begeistern, die damit nichts zu tun haben wollen. Gucken Sie Tennis oder Rugby, züchten Sie Kakteen, machen Sie, was Sie wollen. Es ist völlig legitim, sich nicht für Fußball zu interessieren. (Allerdings sollten Sie sich überlegen, warum Sie dann überhaupt bis hierher gelesen haben.) Watching the boys play ist ein Buch über Frauen, die Fußball lieben.

Und eine Frage, die bei diesem Thema nahe liegt, kann ich Ihnen schon jetzt beantworten: Gucken Frauen anders als Männer? Ja. Und Nein. Frauen gucken genauso wie männliche Fans, sie lieben schließlich dasselbe Spiel, sie haben die gleichen Hoffnungen und Ängste, Rituale und Überzeugungen. Und Frauen gucken anders Fußball als Männer, weil sie andere Leben führen als Männer, weil sie anders erzogen werden und andere Erfahrungen machen. Und weil der Männerfußball auch immer noch eine Männerwelt ist.

Deswegen handelt dieses Buch nicht nur von Frauen und ihrer Beziehung zum Fußball, sondern auch vom Fußball und seiner Beziehung zu den Frauen. Es handelt von den historischen Definitionen des „harten Männersports, den Bildern von Männlichkeit und Weiblichkeit, die damit verbunden sind und die noch heute ihre Wirkung entfalten. Und es geht um die Veränderungen des Fußballgeschäfts in den vergangenen Jahren, um neue Stadien und neue Stars und die Frage, welche Rolle weibliche Fans bei diesen Veränderungen spielten und spielen.

Erschienen beim AGON-Sportverlag, Kassel. Oktober 2004.